Leistungen
1. Allgemeine Arbeiten
1.1 Voruntersuchung auf Grundlage hydrogeologischer Karten
1.2 Besichtigung des Standortes und Beratung vor Ort
- Überprüfung des Geländes hinsichtlich Zugänglichkeit, Bodenverhältnissen und Aufstellmöglichkeiten der Geräte
- Technische Beratung vor Ort
1.3 Baustelleneinrichtung
- Transport der Bohranlage Beretta Alfredo T44, Baujahr 2025, modernstes Bohrgerät, einschließlich sämtlicher Ausrüstung und Schutzverrohrung
- Vorbereitung des Geländes für die Arbeiten, Sicherung des Arbeitsbereichs sowie Bereitstellung der erforderlichen Geräte
1.4 Herstellung eines Spülbeckens und Entsorgung des Bohrgutes
- Herstellung eines offenen Beckens für die Bohrspülung und das beim Bohren anfallende Bohrgut
1.5 Aufstellen des Bohrgeräts
- Präzise Positionierung der Bohranlage über dem festgelegten und markierten Bohrpunkt
2. Bohrarbeiten
2.1 Vertikalbohrungen mit Schutzverrohrung
- Bohrdurchmesser: bis DN 219 mm
- Bohrverfahren: Spülbohrverfahren gemäß DVGW W 113
2.2 Einbau von Filter- und Vollrohren
- Rohrdurchmesser: bis DN 115 – DN 125
- Filterrohre mit durchgehenden Schlitzöffnungen, angepasst an die geologischen Verhältnisse
- Rohre aus PVC-U gemäß DIN 4925
3. Brunnenausbau und Brunnenentwicklung
3.1 Filterkiesschüttung
- Fachgerechtes Einbringen des Filterkieses
- Die Korngröße des Filterkieses wird individuell an die geologischen Verhältnisse sowie an die Schlitzweite der Filterrohre angepasst
3.2 Abdichtung und Dichtungsschicht aus Ton
- Oberhalb der Filterkiesschüttung wird eine Abdichtungsschicht aus Bentonit-Ton eingebracht.
- Diese schützt den Brunnen vor dem Eintrag von verunreinigtem Oberflächenwasser sowie Wasser aus höherliegenden Bodenschichten.
- Die Abdichtung stellt einen wesentlichen Bestandteil des Schutzes der Wasserqualität dar und wird gemäß DVGW W 119 und DVGW W 123 ausgeführt.
3.3 Brunnenentwicklung und Klarpumpen
- Fachgerechte Reinigung und Entwicklung des Brunnens zur Entfernung von groben Feinanteilen und Sand
3.4 Intensivreinigung und Pumpversuch
- Durchführung eines Pumpversuchs zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit und Stabilität des Brunnens mit dem Ziel, klares und sandfreies Wasser zu gewährleisten
4. Einbau der Tiefbrunnenpumpe
4.1 Lieferung und Montage der Pumpe
- Auswahl und Lieferung einer Tiefbrunnenpumpe, abgestimmt auf die technischen Parameter des Brunnens
- Die Auslegung erfolgt in Abhängigkeit von der Brunnenleistung, der Entnahmetiefe, dem erforderlichen Betriebsdruck, dem Verwendungszweck des Wassers
- Montage der Pumpe einschließlich elektrischem Anschluss
- Installation einer Steuerungseinheit mit Trockenlaufschutzes und eines Druckschalters → Für eine lange Lebensdauer der Pumpe ausdrücklich empfohlen
4.2 Funktionsprüfung und Inbetriebnahme
- Überprüfung der Dichtheit sowie der ordnungsgemäßen Funktion der Pumpe und der gesamten Installation
- Sichtkontrolle sowie Probebetrieb
4.3 Brunnenkopf und Anschlussstellen
- Der Brunnenkopf wird standardmäßig auf Geländeniveau ausgeführt.
- Am Brunnenkopf wird die Druckleitung der Pumpe mit einem Durchmesser von 40 mm angeschlossen, abgeschlossen mit einem Kugelhahn.
- Der Kugelhahn stellt die Übergabestelle zwischen der Brunnenkonstruktion und der weiterführenden Installation dar.
4.4 Demontage der Geräte und Räumung der Baustelle
- Trennung temporärer Anschlüsse (z. B. Strom, Wasser)
- Verladung und Abtransport der Bohranlage sowie der gesamten Ausrüstung mit geeigneten Transportmitteln
- Grobreinigung und ordnungsgemäße Wiederherstellung des Arbeitsbereichs
5. Dokumentation
5.1 Abschlussdokumentation
- Bohrprofil / Beschreibung der angetroffenen geologischen Schichten
- Ausbauzeichnung des Brunnens mit Angaben zu Tiefe, Rohrtyp und Art des Filterkieses
- Ergebnisse des Pumpversuchs
5.2 Übergabe und Einweisung des Kunden
- Einweisung in Funktion und Bedienung der Tiefbrunnenpumpe
- Übergabe der technischen Dokumentation in Papierform oder als PDF

